Kennst du das, morgens nicht aus den Federn zu kommen? Du drückst auf Schlummern, weil du nur noch ein paar Minuten dösen möchtest. Doch diese paar Minuten dehnen sich aus und ehe du dich versiehst, springst du aus dem Bett, weil du die Zeit übersehen hast. Jetzt bestimmen Hektik und Stress deinen Tag. Willst du das weiterhin, oder möchtest du lieber energievoll und gelassen in den Tag starten? Lerne im heutigen Beitrag das Ritual des frühen Aufstehens kennen und werde zum Gestalter deines Tages.

Viele Menschen wachen morgens bereits angepisst und voller schlechter Laune auf. Anstelle ein Lächeln auf den Lippen zu haben, weil ihnen ein neuer Tag geschenkt wurde, drücken sie oft genervt auf den Snooze-Button – meist in der Hoffnung, dass ihnen das bisschen mehr Schlaf etwas bringen würde. Nicht zu selten kommt es vor, dass sie wieder einpennen und dass das Aufstehen daraufhin noch schwieriger von der Hand geht. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo ich das selbst so praktizierte. Meistens war ich danach komplett von der Rolle und das spiegelte sich auch in meinem Tag wieder. Das wiederholte sich so lange, bis ich eine grundlegende Entscheidung für mich traf.

Warte nicht darauf, bis du dich motiviert fühlst aufzustehen

Wachen wir morgens mit einem Gefühl der Lustlosigkeit oder dergleichen auf, liegt das daran, dass wir diesen Gefühlszustand so oft praktiziert bzw. wiederholt haben, dass er uns zur zweiten Natur geworden ist. Wir haben uns nichts anderes, als eine schlechte Gewohnheit angeeignet. Das schaffen wir, indem wir eine Tätigkeit ständig wiederholen – und das meist unbewusst. Indem wir die Müdigkeit in unserem Körper wahrnehmen, denken wir auch, dass wir müde sind und sofort beginnt ein unbewusster Kreislauf: Wir denken, was wir fühlen und wir fühlen, was wir denken. Wenn uns dieser Kreislauf erst einmal bewusst geworden ist, erkennen wir auch, dass wir lange darauf warten können, motiviert aufzuwachen.

Triff eine ernstgemeinte Entscheidung

Wenn wir also erkannt haben, dass wir uns ganz und gar nicht danach fühlen müssen, motiviert aufzuwachen, wissen wir auch, dass es ab sofort keine Ausreden mehr gibt. Es obliegt ganz und gar unserer Willenskraft früher aufzustehen. Und um diese Willenskraft zu entfachen, müssen wir eine ernstgemeinte Entscheidung treffen. Wollen wir weitermachen wie bisher, oder übernehmen wir Verantwortung für unser Denken und Handeln und starten den Tag rechtzeitig und nach unseren Vorstellungen. Nur wer sich wirklich für etwas entscheidet, wird ins Handeln kommen und eine Veränderung erzielen.

Was bringt dir das Ritual des frühen Aufstehens?

Bei vielen Menschen hat es den Anschein, als wären sie nur Statist in ihrem eigenen Leben. Anstelle den Tag selbst zu bestimmen, werden sie von den Situationen und Umständen in ihrem Leben beherrscht. Mit dem Ritual des frühen Aufstehens bekommen wir vor allem eines wieder zurück: das Vertrauen in uns selbst. Mit jedem Tag, wo wir es schaffen, uns selbst zu überwinden, bestärken wir uns selbst, mehr und mehr Herr der Lage zu sein. Denn Selbstvertrauen ist in meinen Augen nichts anderes, als die Summe vieler kleiner Siege, die durch diszipliniertes Handeln konstant erzielt wurden.

Finger weg vom Handy

Viele Menschen haben die lästige Angewohnheit gleich nach dem Aufstehen ihre Nachrichten, Emails und Social-Media-Plattformen zu checken. Doch das bewirkt nur eines: reaktives Handeln gleich zu Beginn des Tages. Wollen wir ab sofort mehr Qualität in unseren Tag bringen, dann halten wir nach dem Aufwachen unsere Leitungen zur Außenwelt für mind. 30 Minuten, besser aber für eine gute Stunde gekappt.

Nutze deinen Morgen weise

Da gerade die Zeit nach dem Aufwachen Einfluss auf unser Unterbewusstsein nimmt, ist es umso wichtiger, unser Mindset mit Dingen zu füttern, die uns gut tun. Das Handy ist es wie bereits erwähnt nicht. Meditation und ganz einfache Atemübungen sind gängige Methoden, um in den Tag zu starten, weil wir uns dadurch zentrieren und ausrichten können. Mithilfe der eigenen Vorstellungskraft, können wir mental bereits unseren Tag durchgehen, Prioritäten festlegen, Ziele und Visionen vor Augen führen. Bei jenen, die sportbegeistert sind, liegt es nahe, den Tag mit einer körperlichen Aktivität zu starten. Aber auch ein morgentlicher Spaziergang kann sehr wohltuend und erfrischend sein, gerade für Menschen, die sehr naturverbunden sind. Oder wir erledigen bereits zu Beginn des Tages eine Sache, die uns am Herzen liegt, womit bereits der Erfolg garantiert ist. Wenn wir wissen wollen, welche Sache, Tätigkeit, Methode, Übung bzw. welches Ritual uns am besten in den Tag starten lässt, kommen wir nicht drum herum, unterschiedliches auszuprobieren. Denn jeder Mensch ist individuell und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Diese gibt es herauszufinden.

Heute haben wir kennengelernt, dass wir uns nicht danach fühlen müssen, motiviert aufzuwachen, da wir uns durch ständiges Wiederholen Gefühlszustände, wie die der Unlust, einfach so einprägen. Ein Ritual kann uns dabei helfen, anders in den Tag zu starten. Handeln wir anders und wiederholen wir diese Handlungsweise kontinuierlich, formen wir über kurz oder lang eine neue Gewohnheit. Doch machen werden wir es erst, wenn wir uns ernsthaft dafür entschieden haben. Früher aufzustehen ist eine Entscheidung. Entscheide dich jetzt.

Eure Bianca – Happiness ist eine Entscheidung