Hast du dir für das neue Jahr etwas vorgenommen? Möchtest du vielleicht früher aufstehen, mehr Sport betreiben, das Rauchen aufhören, gesünder Leben, ein paar Kilos abnehmen oder ein längst fälliges Projekt beenden? Möchtest du das immer noch, oder bemerkst du bereits, dass die Silvestereuphorie mehr und mehr schwindet? Dieser Beitrag ist für all diejenigen, die nicht länger wollen, dass der innere Schweinehund regiert, sondern, dass die eigene Tatkraft das Jahr 2018 ziert.

Es ist einfach mit Gleichgesinnten weise Sprüche zu klopfen, wenn die Atmosphäre und die Gefühlslage stimmt. Es ist nicht mehr so einfach, die Dinge in die Tat umzusetzen, wenn der Alltag einkehrt und der innere Schweinehund an die Tür klopft. Meistens will er uns weismachen, dass heute kein guter Tag sei, um mit den Neujahrsvorätzen zu beginnen. Aus heute wird dann morgen, aus morgen übermorgen und aus übermorgen wird das nächste Jahr, aus dem einfachen Grund, weil wir uns nie danach fühlen werden, die Dinge in Angriff zu nehmen.

Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe ja nicht auf morgen!

Es ist einfach und bequem, auf den Snooze-Button zu drücken, wenn es draußen finster und kalt ist und wir einfach keine Lust haben früher aufzustehen. Es mag verlockend sein, die gesunde Ernährung auf morgen zu verschieben, weil das Lieblingsgericht heute auf der Tageskarte steht. Es bietet sich an das Joggen heute auszulassen, weil es draußen stürmt und schneit. Somit ist es kein Wunder, dass die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze bereits in den ersten 3 Wochen brechen. Wenn wir darauf hoffen voller Tatendrang aufzuwachen, um längst aufgeschobene Dinge endlich zu erledigen, werden wir lange darauf warten können. Denn wir werden uns nie danach fühlen. Darum ist heute der beste Tag um ins Handeln zu kommen.

Die Macht der kleinen Schritte

Es ist verführerisch sich große Ziele zu stecken, doch gerade wenn wir dabei sind eine alte Gewohnheit zu brechen, können diese mehr hinderlich als förderlich sein. Wir sind oft zu radikal in unserem Handeln und sind dann ziemlich verblüfft, wenn wir auf halber Strecke aufgeben, weil wir uns zu viel aufgebürdet haben. Wir denken zu kurzfristig, anstelle das „Big Picture“ zu sehen. Wenn wir uns ernsthaft für einen gesünderen Lebensstil entscheiden, sollte dieser nicht nur für die nächsten 2 Monate gelten, sondern längerfristig. Würden wir uns stets das Big Picture vor Augen führen, kämen wir niemals auf die Idee, uns für eine gewisse Zeit lang zu kasteien, um nachher wieder so weiterzumachen, wie zuvor. Stattdessen würden wir uns überlegen, welch kleinen Schritt wir täglich unternehmen könnten, um mehr Lebensqualität zu bekommen. Zum Beispiel könnten wir beginnen unsere Mahlzeiten auf einem kleinen anstelle eines großen Tellers einzunehmen. So könnten wir auf eine spielerische Art und Weise unsere Wahrnehmung verändern, die uns hilft weniger zu essen. Wenn wir erkennen, dass wir durch kleine Erfolge schrittweise unser Selbstvertrauen stärken, verstehen wir auch, dass für die großen Erfolge viele kleine Siege notwendig sind, um diese zu erzielen.

Disziplin bringt Ergebnisse

Wenn wir kleine Ziele gewählt haben, die wir einfach in unseren Alltag integrieren können, ist es an der Zeit, diese auch im Terminkalender festzuhalten. Denn nur ein Ziel mit Datum ist ein Ziel, ansonsten bleibt es lediglich ein Wunsch. Wenn wir uns ernsthaft dafür entschieden haben täglich 15 Minuten zu joggen, dann machen wir das von nun an auch täglich und am besten zur gleichen Zeit. Wenn wir Disziplin von dem Gesichtspunkt sehen können, dass sie uns Freiheit bringt, anstelle uns persönlich einzuschränken, weil wir durch diszipliniertes Tun konstant Ergebnisse erzielen, dann können wir auch mit mehr Gelassenheit an die Dinge herangehen. So werden aus 15 Minuten pro Tag, 105 Minuten pro Woche, rund 450 Minuten pro Monat, und rund 5.475 Minuten pro Jahr. Wenn wir das Gesamtbild betrachten, sind das 91 Stunden pro Jahr. Das Ergebnis wird sich sehen lassen können. So kann man quasi mit wenig Trainingsaufwand pro Tag doch allerhand in einem Jahr bewirken.

Die 5-Sekunden-Regel

Zu guter Letzt möchte ich auf die 5-Sekunden-Regel von Mel Robbins eingehen, worüber ich schon einmal in einem meiner Beiträge berichtet hatte. (hier geht’s zum Beitrag: Die 5-Sekunden-Regel) Welchen Sinn und Zweck hat die 5-Sekunden-Regel? Die 5-Sekunden-Regel ist eine Form der Metakognition, die die Tricks unseres Gehirns übergeht. Sie hilft uns raus aus dem Denken, hinein ins Tun, indem der präfrontale Cortex aktiviert wird. Und so bewirkt diese Technik vor allem eines: Aktivierungsenergie, die den ersten und wichtigsten Schritt setzt, um Veränderung zu erzielen. Die Anwendung geht wie folgt: Ich zähle rückwärts von 5 bis 1 und schließe mit einem Wort ab, welches mich dazu bringt, die jeweilige Aktivität auszuführen. Beim Joggen sieht das so aus: 5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Joggen. Im Idealfall habe ich mir am Tag zuvor bereits meine Jogging-Klamotten bzw. meine Laufschuhe zurecht gelegt, um gleich hineinschlüpfen zu können. Wenn ich mich dazu entschieden habe früher aufzustehen, würde das wie folgt aussehen: 5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Aufstehen. Wir drehen uns zur Seite und stehen auf, ohne irgendeinen Gedanken der Lust oder Unlust zu verlieren. Wenn wir diesen Prozess stets wiederholen, können wir lästige Angewohnheiten in förderliche Gewohnheiten umwandeln.

Mache es dir zur Gewohnheit täglich für kleine Erfolge zu sorgen, die dein Selbstvertrauen stärken und dich dazu animieren weiterzumachen. Mithilfe der 5-Sekunden-Regel kannst du deinen inneren Schweinehund überwinden und so täglich kleine Siege erzielen. Denn große Siege sind das Potpourri vieler kleiner Siege, die über einen längeren Zeitraum schrittweise erzielt wurden.

Eure Bianca – Happiness ist eine Entscheidung