Schreiben, Happiness, Gedicht, anders fühlen, glücklicher sein,

Kennst du das? Wenn du trotz Ermüdung, Erschöpfung oder Unwohlsein dennoch Termine wahrnimmst, weil sie auf der Agenda stehen? Weil dir vielleicht die Stimme im Kopf weiß gemacht hat, dass sich eine kurzfristige Absage nicht geschickt hätte? Oder weil du einfach nicht deinen Gesprächspartner hängen lassen wolltest? Im heutigen Beitrag teile ich eine Erfahrung mit dir, die dir behilflich sein kann, die Richtung zu ändern, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, weil es der jeweilige Umstand bedarf.

Ich kenne zu gut jene Situationen, wo ich Termine einfach so durchgedrückt habe, obwohl es mir alles andere als gut ging. Anstatt die Zeit mit der jeweiligen Person genießen zu können, war es auf Grund meiner schlechten körperlichen Verfassung eine wahre Tortur. Im Nachhinein wissen wir es doch besser, oder nicht? Leider erinnern wir uns erst wieder daran, dass wir anders handeln wollten, wenn so ein Ereignis schon wieder vorbei ist. Somit werden wir oft Opfer unserer eigenen, schlechten Angewohnheiten.

Alles steht und fällt mit unseren gewohnten Denkmustern

Vor ein paar Tagen wachte ich wie benebelt frühmorgens auf. Schon am Tag zuvor hatte ich mich kränklich gefühlt. Mein Körper fühlte sich überhitzt an, mein Kopf dröhnte und ich war komplett lustlos und unausgeglichen. Auf meiner Tagesagenda stand ein Termin mit zwei Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und auf die ich mich freute. Trotz vermeintlicher Ruhe und Schlaf fühlte ich mich total schlapp und energielos. Als ich in Erwägung zog den Termin abzusagen, überschwemmte mich plötzlich eine Flut von Gedanken: „Das gehört sich nicht so kurzfristig abzusagen!“ „Sei stark!“ „Drück den Tag durch!“ „Stell dich nicht so an!“ „Das willst du doch auch nicht, dass man dir so plötzlich absagt!“ „Das geht einfach nicht!“ und so weiter und sofort. Wie du siehst, taten meine Gedanken alles um mir ein schlechtes Gewissen zu verpassen. Und sie waren wirklich gut darin. Denn ich fühlte mich so richtig schlecht. Ich war komplett mit einem gewohnten Denkmuster aus der Vergangenheit verstrickt. Denn durch jeden dieser Gedanken, wurde der Body-Mind-Kreislauf verstärkt und so fühlte ich, wie ich dachte und ich dachte, wie ich fühlte.

Andere Gedanken führen zu einem Perspektivenwechsel

Dieses Szenario ging so lange weiter, bis ich einer Lücke im Gedankenstrom gewahr wurde. So wurde ich mir selber meiner eigenen Gedanken und Gefühle bewusst und konnte mich davon distanzieren. Ich gelangte von einem unbewussten Zustand automatisierter Gedankenabläufe in einen Zustand der Bewusstheit. Auf einmal war ich offen für ganz andere Fragen: „Willst du diesen Menschen wirklich in diesem energielosen Zustand begegnen? Oder willst du lieber lebendig und energievoll sein? Was brauchst du, um in diesen Zustand zu gelangen?“ Und auf einmal veränderte sich meine Perspektive. Ich sah die Situation mit anderen Augen – einfach viel klarer. Folglich wusste ich, was ich brauchte und was ich zu tun hatte. Ich cancelte den Termin.

Was damals richtig war, kann heute ganz anders sein

Viel zu oft meißeln wir unsere Entscheidungen in Stein und reagieren dann völlig unflexibel auf neue Gegebenheiten. Als ich den Termin ausgemacht hatte, ging es mir gut. Am Tag des Treffens fühlte ich mich elendig. Die Umstände hatten sich verändert. Ich hätte beinhart mein Ding durchziehen können. Folglich hätte ich gelitten, weil ich meine Bedürfnisse außen vor gelassen hätte. Doch ich hatte mir erlaubt meine Entscheidung zu ändern. Als ich Nein zum Termin sagte, schenkte ich mir selber ein Ja. Und dann spürte ich in mich hinein und erkannte was ich wirklich brauchte: Zeit und Ruhe. Und dementsprechend handelte ich danach. Ich schaltete mein Handy ab, machte einen ausgedehnten Waldspaziergang, schaute unseren kleinen Kätzchen beim Spielen zu (alleine das war ein heilsamer Prozess), schenkte mir Zeit um meine Werte zu erkunden und zu verstehen, verbrachte Zeit mit meinen Eltern, bereitete mir ein leckeres Essen zu, ließ den Tag mit einer wundervollen Meditation ausklingen und ging rechtzeitig zu Bett. Am nächsten Morgen wachte ich sogar vor dem Läuten des Weckers auf. Ich fühlte mich frisch, erholt und energievoll. Schlussendlich war ich einfach überarbeitet gewesen und brauchte bloß eine Auszeit. Doch das zu erkennen und vor allem danach zu handeln, erfordert vor allem eins: Bewusstheit.

Gerade in der heutigen Zeit ist es, meiner Meinung nach, essentiell zu wissen, wie man tickt und was man braucht. Nur wenn wir unsere eigene Wahrheit kennen, können wir vertrauensvoll in unsere Verantwortung gehen, die Konsequenz für unser Handeln übernehmen und eine Liebe ernten, die keine Bedingung hat.

Deine Bianca – anders denken & fühlen & glücklicher sein

 

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