Kennst du das? Du bist Feuer und Flamme für eine Sache, deine Motivation ist am überschwappen und du bist felsenfest davon überzeugt, dass du es dieses Mal durchziehen wirst? Und wie schaut es mit folgendem Szenario aus? Ein paar Wochen sind vergangen, das Feuer ist ausgebrannt, die Motivation in den Keller gesunken, das Projekt im Keim erstickt. Man redet sich ein, dass das Projekt doch nicht so cool sei, jetzt nicht das richtige Timing wäre, dass man vielleicht überrumpelt wurde, oder gar, dass man es sowieso nie schaffen würde, etwas durchzuziehen. Kommt dir das bekannt vor?

Fakt ist: Wir sind Wissensriesen und Handlungszwerge. Wir nehmen uns viel zu viel vor und machen viel zu wenig davon. Wir sind groß im Reden, aber klein im Handeln. Dabei wäre es doch so einfach: Loszustarten und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Was hindert uns daran? Wir selbst. Und welche Emotion steckt meistens dahinter? Nicht weniger als Angst. Angst, was andere darüber denken könnten, Angst ausgelacht zu werden, Angst nicht ernst genommen zu werden, Angst zu scheitern, Angst nicht gut genug zu sein, Angst von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, Angst vor dem eigenen Erfolg, etc…..

So sind wir Meister der Ablenkung geworden, indem wir unseren Fokus auf die Meinungen, Wertungen und Beurteilungen anderer legen, anstelle unserem Herzen zu folgen. Denn, wenn wir das tun, was andere von uns erwarten, bekommen wir ja die vermeintliche Anerkennung und Liebe, nach der wir uns so sehr sehnen. Und wenn wir das nicht erhalten, versuchen wir mit noch mehr Leistung aufzufahren, weil wir glauben auf diesem Wege akzeptiert und anerkannt zu werden. Doch was wäre, wenn all das nur ein trügerisches, unsichtbares Konstrukt unserer selbst wäre, das wir anhand unserer Erfahrungen in der Kindheit aufgebaut haben? Könnte diese Welt nicht jederzeit in sich zusammenstürzen und Chaos hinterlassen? Oder viel mehr die Wahrheit zum Vorschein bringen, die aufzeigt, welche Emotionen jahrelang unterdrückt und klein gemacht wurden? Denn hinter dieser bröckeligen Fassade käme dann die wahre Persönlichkeit zum Vorschein, welche wertvoll, rein und authentisch wäre.

Wir alle haben Träume und Wünsche in uns, die darauf warten in die Tat umgesetzt zu werden. Es geht einfach darum es zu tun. Es ist so simpel wie schwierig zugleich. Zum einen, weil viele Menschen daran scheitern, einfach mal loszustarten. Sie glauben erst starten zu können, wenn alles perfekt sei. Denn Perfektionismus ist nichts anderes als eine Form von Angst. Lieber ein Projekt unperfekt realisiert, als ein unfertiges Projekt, das perfekt bis ins Detail geplant wurde. Zum anderen, weil wir Meister der Ablenkung sind. Um an unserem Projekt dranzubleiben, braucht es Fokus, Disziplin und einen starken Willen. Ansonsten verlieren wir uns in den alltäglichen Feedbackschleifen, die uns kein Stück weiterbringen.

Was kannst du nun tun, um dein Herzensprojekt erfolgreich abzuschließen?

  • Mache dir eine Deadline. Ein Ziel ohne Datum ist so als würde ich einen Flug buchen ohne Zeitraum. Das funktioniert nicht.
  • Plane dir dein Projekt in den Alltag ein. Du schaffst es ja auch berufliche und private Termine zeitlich zu fixieren. Also plane dir auch Zeiten für dein Projekt ein. Somit überlässt du nichts dem Zufall, sondern planst deine Aktivitäten.
  • Lass den Perfektionismus los. Lieber unperfekt fertiggestellt, als perfekt geplant.
  • Bleib am Ball. Besinne dich stets auf das Wesentliche zurück. Was ist der Outcome deines Projekts? Wenn du dein Ergebnis kennst, ist fokussiertes und diszipliniertes Handeln viel einfacher.
  • Kenne dein Motiv. Wenn du nicht weißt, warum du etwas tust, wird der innere Schweinehund es leicht haben, dich zu sabotieren. Dein Warum ist dein Motivator, wie beim Auto der Treibstoff.

Deine Herzensprojekte warten darauf realisiert zu werden. Also denke weniger nach, sondern komm mehr ins Handeln. JUST DO IT! 🙂